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Beautiful Word Clouds

Montag, 26. Juli 2010 von Fabian Zille

Ein, wie ich finde, sehr ansprechendes Mittel um den Inhalt eines Textes anspruchsvoll grafisch aufzubereiten sind sog. Word Clouds. Vom Prinzip her sind diese Wolken mit Tag Clouds vergleichbar, sehen aber etwas schöner aus. Um solch eine Wolke zu erstellen, muss man allerdings erst die Wörter des Textes zählen und dann die Häufigkeit der einzelnen Wörter in ein Verhältnis zur Gesamtzahl aller Wörter stellen.

Praktischerweise gibt es mit Wordle ein Online-Tool, das genau diese Aufgabe übernimmt. Eine Word Cloud für den vorangeganenen Eintrag „Gute Gründe gegen De-Mail” könnte zum Beispiel so aussehen:

Word Cloud zur De-Mail

Eine interessante Methode, die ich mir auch gut bei einem Brainstorming oder ähnlichem vorstellen kann. Damit das Tool genutzt werden kann, ist eine funktionierende Java-Installation inkl. Browser-Plugin erforderlich. Die erstellen Clouds gehören dem Benutzer und dürfen in jeder erdenklichen Art und Weise weiterverwendet werden.

Gute Gründe gegen De-Mail

Sonntag, 25. Juli 2010 von Fabian Zille

Für alle, die gerade ganz begeistert von der Idee der De-Mail sind, hier einige gute Gründe, die gegen diese Begeisterung sprechen:

  1. Vor der Einrichtung eines De-Mail-Briefkastens muss man sich identifizieren, was bei einem normalen Briefkasten, bei dem Versand von Briefen oder bei sonstigen E-Mail-Konten nicht erforderlich ist. Nur anonyme Kommunikation ist aber sicher vor missbräuchlicher Aufdeckung.
  2. Aufgrund der Architektur von De-Mail fließen alle Daten und Kontakte auf die Person rückführbar an einer zentralen Stelle zusammen; die Verwendung mehrerer, nicht in Verbindung zu bringender Identitäten ist nicht möglich.
  3. Die hinterlegten persönlichen Daten des Nutzers sind für eine Vielzahl von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten ohne richterliche Anordnung anforderbar (§ 113 TKG), die Identität hinter einer De-Mail-Adresse ist für über 1.000 Behörden in einem Onlineverfahren abrufbar (§ 112 TKG), in dem täglich 12.000 Zugriffe auf Kundendaten erfolgen.
  4. Der De-Mail-Gesetzentwurf sieht in § 16 sogar die Namhaftmachung des Postfachinhabers auf Anfrage Privater vor – für die Post oder einen E-Mail-Anbieter wäre eine solche Auskunft eine schwerwiegende Verletzung des Datenschutzes.
  5. Eine Vorratsspeicherung der Verbindungsdaten jeder De-Mail (vgl. § 100 TKG) schließt der Gesetzentwurf nicht aus.
  6. Kennung und Passwort zu einem De-Mail-Postfach sind auf Anforderung einer Strafverfolgungsbehörde, einer Polizeibehörde, des Bundesamts für Verfassungsschutz, des Bundesnachrichtendienstes oder des Militärischen Abschirmdienstes ohne richterliche Anordnung herauszugeben (§ 113 TKG). Die im De-Mail-Postfach liegenden Dokumente und Informationen sind damit weit weniger geschützt als Papierdokumente oder Briefe in der eigenen Wohnung. Das Recht zur Passwortabfrage besteht zwar bei allen E-Mail-Konten. Normalerweise kann man sich aber mit anonymen Postfächern, multiplen Identitäten und ausländischen Konten vor Zugriffen schützen, was bei De-Mail nicht möglich ist.
  7. Obwohl die Beantragung einer De-Mail-Adresse freiwillig sein soll, werden Behörden und Unternehmen, die ihre Leistungen bisher anonym oder ohne Überprüfung der Kundenangaben angeboten haben, faktisch schrittweise eine personengebundene und identitätsgeprüfte E-Mail-Adresse zur Voraussetzung des Angebots ihrer Leistungen machen. Ziel des Vorhabens ist dem Bundesinnenministerium zufolge ausdrücklich, „die nicht-anonyme und sichere elektronische Kommunikation zum Normalfall“ zu machen. Die eindeutige Identifizierung im Internet kann beispielsweise zum Ausschluss bestimmter Personen genutzt werden, etwa wegen angeblich mangelnder Bonität oder auch nur wegen Missliebigkeit oder Kritik am Unternehmen.

Immernoch begeistert? Ich nicht.

via Daten-Speicherung.de

Twitter Bird in Real Life

Mittwoch, 14. Juli 2010 von Fabian Zille

Was wäre, wenn Vögel so zwitschern würden, wie wir das tun?

Twitter Bird in Real Life

via Mario Sixtus

Stopp ACTA!

Samstag, 26. Juni 2010 von Fabian Zille

Stopp ACTA!

Deutschland – Serbien

Sonntag, 20. Juni 2010 von Fabian Zille

Im zweiten Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Serbien gab es eine Szene, die für den weiteren Spielverlauf entscheidend war:

Deutschland - Serbien, die entscheidene Szene

via Mario Sixtus

Living in the future

Freitag, 18. Juni 2010 von Fabian Zille

Einfach nur zu wahr. Wir leben in der Zukunft:

Anything I need to know I can find on a website that I can access from almost anywhere. I can’t say “I don’t know” anymore. I can only say, “I don’t know YET.”

(What is your biggest ‘We are living in the future moment’?)

via Isotopp

Installierte Version des Flash Players ermitteln

Dienstag, 15. Juni 2010 von Fabian Zille

Da ich den Link immerwieder suche, muss ich hier einfach mal einen kleinen Denkzettel für mich selbst hinterlassen. In den Tiefen des Internetauftritts von Adobe findet sich eine Webseite, über die man die im aufrufenden Browser verwendete Version des Flash Players ermitteln kann.

Angesichts der durch die desöfter auftretenden Sicherheitslücken immerwieder nötig werdenden Updates eine sehr praktische Einrichtung.

Masse kleiner Null

Montag, 14. Juni 2010 von Fabian Zille

Mal wieder ein bisschen Netdigest:

From: Holger Marzen
Subject: Re: Mail
Newsgroups: de.alt.sysadmin.recovery
Date: Thu, 10 Jun 2010 14:42:55 +0000 (UTC)
Message-Id:

* On Wed, 09 Jun 2010 22:06:17 +0200, Arnim Sommer wrote:

> > Roger Schwentker schrieb, Am 09.06.2010 18:42:
>> >> Ja, denn jede Masse echt größer Null ist träge.
>> >>
> > Wie kriegt man eine Masse kleiner Null hin?

Schulbus mit 3 Schülern. 5 steigen aus.

:D

Stoppt die Vollerfassung!

Donnerstag, 10. Juni 2010 von Fabian Zille

Für das nächste Jahr ist tatsächlich wieder eine Volkszählung geplant, wie sie einige von uns vielleicht noch gar nicht kennen. Der AK Vorratsdatenspeicherung hat daher eine Webseite ins Leben gerufen, die über die Gefahren informiert und Möglichkeiten zum Protest aufzeigt:

Mit den Stimmen der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD legte der Deutsche Bundestag im Jahr 2009 mit dem Zensusgesetz 2011 eine Volkszählung fest, für die bereits umfangreiche Vorbereitungen und Datensammlungen laufen.

Die Volkszählung 2011 stützt sich, anders als 1987, vor allem auf die Zusammenführung der Datensammlungen der Meldeämter und der Bundesagentur für Arbeit. Diese werden mit einer eindeutigen Identifikationsnummer gespeichert und mit Daten aus dem gleichzeitig neu erstellten Wohnungsregister zusammengeführt. Dazu müssen alle Eigentümer von Gebäuden und Wohnräumen detaillierte Angaben zu Eigentumsverhältnissen, Größe und Ausstattung der Wohnungen und zu den Mietern machen. Ebenso werden etwa 10 Prozent aller Bürger nochmals ausführlich persönlich befragt. Ein Widerspruch kann nicht eingelegt werden.

Wir sind der Meinung, dass die geplante Datensammlung weit über eventuelle Notwendigkeiten einer Volkszählung hinausgeht und außerdem wichtige Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts z. B. zur informationellen Selbstbestimmung verletzt und deshalb verfassungswidrig ist.

Unter anderem ist eine Verfassungsbeschwerde geplant, an der man voraussichtlich ab dem 15. Juni 2010 teilnehmen kann. Mitmachen!

Die Welt in meiner Hand

Mittwoch, 9. Juni 2010 von Fabian Zille

Dass ich ein exzessiver Nutzer neuer Techniken bin, dürfte den regelmäßigen Lesern dieses Blogs klar sein. Doch seitdem ich ein iPhone benutze, ist das Gefühl, ständig mit der ganzen Welt verbunden zu sein, bei mir erst richtig präsent geworden. Ein sehr schönes Beispiel um dies zu verdeutlichen, ist das Lesen von RSS-Feeds sowohl unterwegs als auch daheim am Desktop. Natürlich möchte man die Quellen synchron halten, also werden die einzelnen Feeds durch den Google Reader verwaltet.

MobileRSS auf dem iPhone

MobileRSS auf dem iPhone

Auf dem Desktop lese ich die Beiträge im FeedDemon, auf meinem Smartphone ist zur Zeit noch MobileRSS das Tool der Wahl, allerdings gibt es einige Kritikpunkte (häufige Abstürze z. B.), die mich zur Zeit nach einer neuen App suchen lassen.

Mit meinen Freunden und Bekannten, die ebenfalls ein iPhone nutzen, bleibe ich über Ping! oder lieber WhatsApp in Kontakt. Und das sogar häufiger als bei Nutzern eines anderen Smartphones, bedingt durch den Umstand, dass die Dienste zwar ähnlich wie die guten alten SMS funktionieren, im Gegensatz zu diesen aber kostenlos sind. Um meine Timeline auf Twitter zu aktualisieren oder zu sehen, was gerade so in der Welt passiert, nutze ich Echofon, was mich praktischerweise auch gleich per Push Notification über @Mentions informiert. Auf dem Desktop übernimmt diese Aufgabe überings TweetDeck.

TweetDeck als Desktop-Client

TweetDeck als Desktop-Client

Natürlich darf auch das Blog nicht zu kurz kommen, schließlich möchte man vielleicht mal einen Eintrag schreiben oder es gibt Kommentare zu verwalten. Diese Aufgabe übernimmt der WordPress-Client, der bisher gute Dienste geleistet hat. Bleibt als weiteres Mittel der Kommunikation noch die E-Mail, die sich über den bereits auf dem Gerät vorhandenen Client wunderbar lesen und schreiben lassen.

Da wirken Kontaktaufnahmen per Telefon oder SMS fast schon altbacken, obwohl auch diese noch regelmäßig stattfinden. Doch je mehr Menschen ein Smartphone mit den oben genannten Funktionen nutzen, desto seltener hört man auf den herkömmlichen Wegen etwas von diesen Leuten. Denn schließlich ist die Kommunikation über eine der New-Media-Apps günstiger, wirkt irgendwie direkter und ist natürlich mehr „state of the art”.

Echofon als mobiles Pendant zu TweetDeck

Echofon als mobiles Pendant zu TweetDeck

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Gefühl der ständigen Erreichbarkeit über diese Menge an Kanälen, das ständige Verbundensein mit der (gefühlt) ganzen Welt, für jemanden, der diese Techniken nicht in die Wiege gelegt bekam und mit ihnen zuerst als Spiel- und später als Werkzeug aufgewachsen ist, unangenehm oder vielleicht sogar bedrohlich wirken mag. Doch für mich ist es das Nonplusultra an Kommunikation und kann eigentlich nicht weit genug gehen.

Natürlich darf man dabei nicht die Gefahren vergessen, die durch solch eine Situation der Vernetzung und ständigen Verbundenheit entstehen. Daher sollte man vorher immer abwägen, welche Informationen man zu welcher Zeit über sich selbst und sein Umfeld preisgibt. Vor kurzem gab Sascha Lobo in einer Diskussionsrunde dafür ein gutes Beispiel. Sinngemäß sagte er dort, dass man alles was man im Netz tut, als veröffentlicht betrachten und auch damit leben können sollte, wenn es am nächsten Tag auf der Titelseite einer Zeitung erscheint.

Der WordPress-Client

Der WordPress-Client

Beachtet man diesen Grundsatz, kann man bald relativ gefahrlos das Gefühl genießen, die Welt ständig in seiner Hand zu halten und jederzeit Verbindung mit fast jedem Menschen auf dieser aufnehmen zu können. Natürlich ist das völlig übertrieben aber es beschreibt die Faszination, die Smartphones und überhaupt fast alle modernen mobilen Devices auf die Generation der Digital Natives ausüben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sie fast unwiderstehlich ist und man einfach auf der Welle mitschwimmt. Nur das Nachdenken sollte man an manchen Stellen auch über die Begeisterung eben nicht vergessen. Und schließlich gibt es an jedem Gerät noch immer einen Knopf, Schieber oder Regler, der einen ganz schnell wieder alleine sein lässt.