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Der König ist tot, lang lebe der König!

Dienstag, 5. Juli 2011 von Fabian Zille

Der geneigte Leser wird aus der Überschrift des Artikels und angesichts des Veröffentlichungsdatums des letzten Eintrags vielleicht schon ableiten können, worum es mir in diesem Eintrag geht. Wir sind erneut an der Stelle angelangt, an der das vielbesprochene Problem von Teamzille.de mal wieder akut geworden ist. Die Frequenz in der hier neue Einträge veröffentlich werden, lässt sich mit dem eigentlichen Anspruch dieses Blogs nicht mehr vereinbaren.

Daher habe ich mich endlich dazu entschlossen, einen Entschluss, der in meinem Kopf eigentlich schon lange feststand, auch endlich in die Tat umzusetzen. Daher wird dies der letzte Eintrag in diesem Blog sein. Die über die Jahre gewachsene technische und organisatorische Struktur dieser Plattform lässt mir einfach nicht mehr den nötigen Freiraum, den ich mir von einem Projekt dieser Art erwarte. Obwohl Teamzille.de mich über viele Jahre hinweg begleitet und stets ein hervorragender „Spielplatz” für meine technischen Entwicklungen war, fällt mir der Abschied nicht sonderlich schwer. Manchmal ist es einfach an der Zeit eine Sache zu beenden und etwas neues zu beginnen.

Womit wir auch gleich zum erfreulichen Teil der aktuellen Situation kommen. Natürlich kann ein Digital Native wie ich nicht ohne Blog durch die Weiten des Web 2.0 ziehen. Daher freue ich mich, euch mein neues Projekt wärmstens an’s Herz zu legen. Die Domain gehört mir schon lange, wurde bisher aber nur für Mailverkehr genutzt. Nun erfüllt sie auch einen Zweck im WWW.

zille.ws

Wer sich fragt, was mit diesem Blog und seinen Inhalten nun wohl passieren mag, findet die Antwort hier:

Was wird aus Teamzille?

Ein praxisuntaugliches Monstrum

Samstag, 4. Dezember 2010 von Fabian Zille

In den letzten Tagen wurde der JMStV in allen sozialen Netzwerken sowie Blogs heiß diskutiert. Zuerst war ich so über diese erneute Gängelung der Netizens frustriert, dass ich spontan auf Twitter die Überlegung zur Schließung meines Blogs verkündete. Vielen Bloggern erging es wohl ähnlich. Nach der Lektüre einiger nicht ganz so panischer Quellen bin ich mittlerweile etwas unentschlossen wie ich mich verhalten soll. Verzichtet man auf die Kennzeichnung läuft man Gefahr, in die Fänge der Filtersoftware (wo auch immer diese schlussendlich dann eingesetzt werden wird) zu geraten, kennzeichnet man seine Webseite sollte man möglichst die richtige Einstufung treffen.

Auch wenn die etablierten Web-2.0-Anwälte es scheinbar für eher unwahrscheinlich halten, ist meine größte Befürchtung, dass mal wieder ein Spaßvogel daherkommt, der das große Geld wittert und massenhaft kostenpflichtige Abmahnungen verschickt. Treue Leser dieses Blogs wissen wahrscheinlich, dass ich es vor einigen Jahren in einem anderen Zusammenhang schoneinmal mit so einem Gesellen zu tun hatte. Ehrlich gesagt habe ich mittlerweile weder die Zeit noch die Nerven mich mit sojemandem auseinanderzusetzen.

Dieses Blog ist ein netter Zeitvertreib und sobald es etwas gibt, dass ich für interessant genug halte um es mit den Lesern zu teilen, veröffentlichte ich es, sobald meine Freizeit es zulässt. Keinesfalls gebrauchen kann ich aber ein permanent über mir schwebendes Abmahnungs-Damoklesschwert. Bevor ich mich dieser Gefahr aussetze, verzichte ich lieber auf den gelgentlichen Blog-Spaß und verlagere mich komplett auf Twitter.

Vorerst werde ich aber die Ruhe bewahren und abwarten, was noch so passiert. Schließlich ist der JMStV auch noch keine endgültig beschlossene Sache. Sollte er tatsächlich in Kraft treten, werde ich mich genau informieren und dann eine Entscheidung treffen. Bis dahin gibt es hier business as usual.

Für alle Interessierten ein paar lesenswerte Artikel zum Thema:

Udo Vetter – Blogger können leidlich gelassen bleiben
Thomas Stadler – Mein Blog bleibt online
Robert Basic – JMSTV: Die Sache mit dem Jugendschutzbeauftragten
Pottblog – Warum Udo Vetter und Robert Basic sich in Sachen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und die Auswirkungen auf Blogs irren

You wouldn’t drink 9-year-old milk

Dienstag, 19. Oktober 2010 von Fabian Zille

Wenn ich mir die Statistiken von September so anschaue, läuft mir doch ein kleiner kalter Schauer über den Rücken. Da sind immernoch unfassbare 17.47 % der Besucher mit dem Internet Explorer 6 unterwegs. Damit ist das Urgestein der am stärksten vertretene Browser.

17,47 Prozent der Anfragen im September mit dem IE 6

Also ein kurzer Tipp für alle Besucher, die diesen Artikel mit dem Internet Explorer 6 lesen: Die Welt hat sich weitergedreht. Wie wäre es mit Opera, Firefox oder wenigstens dem IE 8?

Mehr Verantwortung bei der Polizei II

Sonntag, 17. Oktober 2010 von Fabian Zille

Mehr Verantwortung bei der PolizeiNoch immer läuft die Kampagne von Amnesty International zu mehr Verantwortung bei der Polizei. Am 18. und 19. November findet in Hamburg die Innenministerkonferenz (IMK) statt, auf der alle wichtigen Fragen zur inneren Sicherheit von den Innenministern des Bundes und der Länder besprochen werden. Da die Konferenz nur zwei Mal im Jahr stattfindet, sollte das Thema der Kennzeichnungspflicht bei der Polizei auf der Tagesordnung stehen.

Zu diesem Zweck gibt es eine E-Mail-Petition an den aktuellen IMK-Vorsitzenden, dieses Thema auf der Konferenz zu behandeln. Zur Teilnahme sind nur wenige Angaben erforderlich. Außerdem kann dem Vorsitzenden ein persönlicher Kommentar mitgeteilt werden. Also: Mitmachen!

Ich bin ein iPad

Sonntag, 17. Oktober 2010 von Fabian Zille

Nachdem ich die Keynote gesehen habe, in der Steve Jobs das revolutionäre Tablet aus dem Hause Apple vorgestellt hat, war ich eigentlich (wie meist nach seinen Keynotes) davon überzeugt, dass ich so ein Gerät unbedingt brauche um weiterhin ein sinnvolles Leben führen zu können. ;) Trotzdem wartete ich in diesem Fall bis vor ca. einem Monat, bis ich wirklich zur Tat schritt und mir ein iPad zulegte. Bereits beim Auspacken war ich mal wieder von der stilvollen Schlichtheit des Gerätes selber, des Zubehörs und sogar der Verpackung fasziniert. Die Designer bei Apple wissen wirklich wie sie ihren Job zu tun haben.

Geplant war das Gerät übrigens als Ersatz für mein Netbook, das ich sowieso nur zum gelegentlichen Surfen, E-Mails abrufen und Twittern auf der Couch benutzte. Für diese Zwecke ist mir ein Netbook aber ehrlich gesagt immernoch zu unhandlich und auch die Akkulaufzeit nicht wirklich zufriedenstellend. Wobei mein Netbook (Acer Aspire ONE 751h) mit bis zu fünf Stunden eigentlich schon in einem akzeptablen Bereich lag. Trotzdem konnte ich dem Gedanken nicht widerstehen, es mir mit einem iPad noch ein Stück gemütlicher auf meiner Couch machen zu können.

Twitter auf dem iPad

Twitter auf dem iPad

Nach nun gut einem Monat mit dem iPad (die kleinste Variante, 16 GB, WiFi) kann ich nur sagen, dass meine Erwartungen übertroffen wurden. Besonders in Situationen, in denen ich nur kurz zu Hause bin und schnell etwas im Internet nachschauen möchte, kommt das Gerät immerwieder zum Einsatz. Aber auch wenn nach einem anstrengenden Tag der Weg von der Couch zum PC einfach zu weit ist, lernt man das iPad schnell schätzen. Die Geschwindigkeit ist absolut zufriedenstellend, mir ist bisher noch keine Situation untergekommen, in der ich wirklich auf etwas hätte warten müssen. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber Netbooks, von denen man eher anderes gewohnt ist. Der leistungsstarke Prozessor macht sich eben doch bemerkbar.

Die Auswahl an verfügbaren Apps ist gewohnt groß, auch wenn leider noch lange nicht alle vom iPhone / iPod bekannten Anwendungen für das große Display des iPads angepasst wurden. Gezoomte Apps vermeide ich vollkommen, da die Benutzung durch die schlechte Qualität der Grafiken einfach keinen Spaß mehr macht. Besonders Twitter für iPad ist den Machern besonders gelungen, mit dieser App macht Twitter einfach Spaß. Für das Lesen von RSS-Feeds reicht die kostenlose Variante von Feeddler RSS vollkommen aus. Besonders im Landscape-Modus sehr komfortabel. Auch die Mail-App macht mit quer gehaltenem Gerät richtig Freude.

FeeddlerRSS im Landscape-Mode

FeeddlerRSS im Landscape-Mode

Etwas kritisch stand ich am Anfang iBooks gegenüber, da ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, dass mir das Lesen eines Buches auf dem doch sehr stark spiegelndem Display gefallen könnte. Aber auch in diesem Punkt wurde ich eines Besseren belehrt. Nach der Lektüre des ersten kostenlosen Buches habe ich mittlerweile sogar schon ein weiteres kostenpflichtiges gekauft. Die Auswahl im Shop lässt leider noch etwas zu wünschen übrig, ansonsten wären diesem schon weitere gefolgt. Sollte die Auswahl irgendwann mal mit der von Amazon oder anderen Online-Händlern vergleichbar sein, könnte iBooks zu einer der Killer-Apps für mich und meine Kreditkarte werden. ;) Auch die bereits in der Keynote gezeigte Foto-App ist typisch Apple. Eine einfache und zugleich intuitive Benutzerführung mit wunderschönen Animationen weiß zu beeindrucken.

Zusammenfassend kann ich jedem, der sein Wohnzimmer ein Stück komfortabler und bequemer machen möchte, nur zum Kauf eines iPads raten. Vergessen sollte man dabei allerdings nicht, dass es sich eben um ein Tablet handelt und man nicht alle von einem Note- bzw. Netbook gewohnten Anwendungsszenarien auf dem Gerät abbilden kann. Für die gängigsten Aufgaben (mobiles Internet, Office usw.) gibt es aber bereits Lösungen, für die man aber unter Umständen etwas mehr Geld in die Hand nehmen muss als die 499,- EUR für das „kleinste” iPad.

PC vom iPhone / iPad fernsteuern

Donnerstag, 16. September 2010 von Fabian Zille

Bequem auf der Couch liegen und auf dem PC einen Film schauen oder Musik hören. Aber was, wenn sich plötzlich eine Anwendung in den Vordergrund schiebt und minimiert werden will oder die Playlist sich dem Ende neigt und eine neue gewählt werden muss? Aufstehen und zum PC laufen ist eine Alternative. Oder man greift zum iPhone bzw. iPad und erledigt diese Aufgabe remote. Die Einrichtung ist relativ einfach.

Auf dem PC betreiben wir zu diesem Zweck einen VNC-Server, ich habe mich für das kostenlose UltraVNC entschieden. Die Vista Addons lasse ich bei der Installation weg, da dieses Betriebssystem in meiner Systemlandschaft sowieso nicht mehr vorkommt. Ansonsten führe ich das Setup mit den vorgeschlagenen Optionen durch.

Nach der Installation startet man den Server über den Startmenüeintrag bzw. das Desktopicon und sieht sich danach mit dem Konfigurationsdialog des Servers konfrontiert. Im mittleren Abschitt wird ein Passwort für die Verbindung vergeben, andere Änderungen sind für unsere Zwecke erfreulicherweise nicht notwendig. Nach einem Klick auf „OK” minimiert sich die Anwendung in den Tray.

Der UVNC-Konfigurationsdialog

Nun können wir bereits an die Einrichtung der Verbindung auf dem iPhone bzw. iPad gehen. Die Vorgehensweise ist dabei für beide Geräte die gleiche. Als VNC-Client verwende ich die Lite-Variante von Mocha VNC, erhältlich im AppStore. Natürlich kann auch jede andere Anwendung genutzt werden, die Zugang zu einem VNC-Server ermöglicht.

Im Konfigurationsdialog von Mocha VNC ist letztendlich nur die Eingabe der jeweiligen IP-Adresse und des gerade vergebenen Passworts erforderlich. Natürlich muss in Server und Client der selbe Port definiert sein. Standardmäßig ist 5900 konfiguriert. Nach einem Druck auf „Connect” sollte bereits die erste Verbindung möglich sein.

Der Konfigurationsdialog von Mocha VNC Der Windows-Desktop auf dem iPad

Leider ist die Steuerung im Client in der Lite-Variante von Mocha VNC etwas eingeschränkt, schwierigere Dateioperationen o. ä. lassen sich nicht wirklich komfortabel durchführen. Für solche Zwecke eignet sich die Business-Variante der Anwendung, die mit 4,99 EUR zu Buche schlägt oder gleich ein anderer Client. Um das iPhone / iPad aber als Fernsteuerung zu benutzen, ist Mocha VNC Lite ausreichend.

Desweiteren sollte man darauf achten, dass der für VNC verwendete Port nicht versehentlich über das Internet erreichbar ist, was sich mit einer im Router integrierten oder auf dem als Server verwendeten PC installierten Firewall erreichen und z. B. mit dem c’t-Netzwerkcheck überprüfen lässt.

Internet Explorer 9 Beta – Ein erster Blick

Mittwoch, 15. September 2010 von Fabian Zille

Heute Abend war es soweit, die Beta des Internet Explorer 9 steht zum Download bereit. Überraschenderweise gleich zum Launch u. a. auch in Deutsch und vielen weiteren Sprachen. Erfreulicherweise scheint man sich bei Microsoft auf den zu erwartenden Ansturm vorbereitet zu haben, der Download war dank Höchstgeschwindigkeit in wenigen Minuten erledigt.

Info der Internet Explorer 9 Beta

Die Installation lief trotz VM ebenfalls in wenigen Minuten durch, der obligatorische Neustart bleibt auch bei der neunten Version des IE nicht aus. Verfügbar ist der Browser überings nur noch für Windows Vista mit 32 Bit und natürlich Windows 7 mit 64 und 32 Bit, die Benutzer von Windows XP gehen leer aus. Nach der Installation zeigt sich eine überraschend aufgeräumte Oberfläche. Die Tableiste ist neben das Adressfeld gerutscht, ansonsten finden sich nur noch drei Buttons für die Startseite, die Favoriten und die Einstellungen.

Twitter mit der IE9 Beta

Beim Besuch der ersten Webseiten fällt sofort die hohe Geschwindigkeit auf. Subjektiv würde ich sagen, das ist der schnellste Internet Explorer den ich bisher benutzt habe. Öffnet man einen neuen Tab, zeigt der IE9 eine Übersicht der beliebtesten Seiten und gibt gleich eine Einschätzung über die Häufigkeit der Nutzung („sehr aktiv”, „aktiv” usw.). Opera-Nutzer kennen diese Funktion in ähnlicher Art und Weise schon länger. Zusätzlich lässt sich eine InPrivate-Sitzung starten, wofür noch immer ein neues Programmfenster geöffnet wird.

Der IE9 zeigt einer Übersicht der beim Benutzer beliebtesten Seiten

Ein nettes Feature zeigt sich, wenn man auf eines der geöffneten Tabs klickt und dieses aus dem aktuellen Browserfenster herauszieht, woraufhin sich dieses in einem neuen Fenster öffnet. Praktischerweise lässt sich dieses, „Tear Off” genannte, Feature unter Windows 7 mit Aero Snap kombinieren, wodurch sich zwei Webseiten z. B. in Sekundenschnelle auf dem Bildschirm nebeneinander platzieren lassen.

Das „Tear Off” einer Webseite in ein neues Programmfenster

Eine weitere Neuerung sollte sich unerwähnt bleiben, wobei es sich dabei nur für den Internet Explorer um eine wirklich Neuerung handelt, andere Browser bieten diese Funktion schon seit Jahren: Einen integrierten Download Manager.

Der Download Manager des IE9

Dem positiven Trend von IE7 und 8 folgend hält sich der Internet Explorer 9 nicht nur an bereits gültige Webstandards, sondern bringt zukunftssicher auch gleich Unterstützung u. a. für HTML5, CSS3 und endlich auch SVG mit. Abschließend testen konnte ich dies leider nicht, da die Acid Tests pünktlich zum Launch der Beta leider nicht erreichbar waren, was vielleicht mit einer kleinen Überlastungsproblematik zusammenhängen könnte. ;) Der IE9 soll im Acid 3 aber 95 von 100 möglichen Punkten erreichen.

Nach diesem ersten Blick kann ich sagen, dass der Internet Explorer 9 die erste Version sein könnte, die wieder eine ernstzunehmende Konkurrenz für Firefox, Opera, Chrome und Co. darstellt. Wenn der Browser bis zur finalen Version so weiterentwickelt wird, wie es bisher scheinbar praktiziert wurde, wird diese mehr als nur einen Blick wert sein.

Abschließend empfehle ich für weiterführende Informationen die Artikelserie von Daniel Melanchthon im Windows-7-Blog:

Willkommen zur Internet Explorer 9 Beta”,
Internet Explorer 9 bringt Webseiten zum Scheinen”,
Internet Explorer 9 im Vergleich

Die Qual der Anbieterwahl

Montag, 13. September 2010 von Fabian Zille

Die Wahl seines Mobilfunkanbieters sollte man sich lieber zweimal durch den Kopf gehen lassen, schließlich muss man sich in Deutschland in der Regel noch immer für 24 Monate an den Vertragspartner binden und möchte daher ungern negativ überrascht werden. In diesem Eintrag beschreibe ich, wie ich in dieser Frage zu einer Entscheidung gekommen bin. Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen bei der Qual der Wahl.

Zur Zeit bin ich mehr oder weniger zufriedener Kunde von E-Plus. Da sich mein Vertrag aber seit einigen Tagen ca. sechs Monate vor dem Ende der Mindestlaufzeit befindet, stellt sich mal wieder die Frage der Anbieterwahl. Warum ich mich mit diesem Thema schon so früh beschäftige, hat den einfachen Grund, dass bei E-Plus ein sog. „Treueangebot” eben ab den besagten sechs Monaten vor Ende der Mindestlaufzeit möglich ist. Dieses Treueangebot besteht bei E-Plus selber aus einer Vertragsverlängerung entweder in Verbindung mit einer Gutschrift in Höhe von 210,- EUR oder einem neuen Mobiltelefon. Alternativ ist auch ein Wechsel zu BASE möglich.

Da ich mit meinem aktuellen Tarif nicht mehr wirklich zufrieden bin und an einem subventionierten Endgerät sowieso kein Interesse besteht, kommt eine Verlängerung bei E-Plus also nicht in Frage. BASE gefällt mir von der Tarifstruktur und Preisgestaltung sehr gut, denn Flexibilität ist mir bei Mobilfunktarifen sehr wichtig. Grundsätzlich könnte man den monatlichen Basispreis bei BASE auf 0,- EUR reduzieren, allerdings wird dann nach drei aufeinanderfolgenden Monaten der Inaktivität ein Anschlusspreis in Höhe von 25,- EUR berechnet. Aus den Fußnoten auf der Webseite geht nicht hervor, ob dieser Anschlusspreis, wie üblich, nur einmalig oder monatlich berechnet wird. Da dieses Szenario bei mir aber ohnehin nicht eintritt, habe ich auch nicht weiter recherchiert.

Als Gegenspieler zu BASE kommt für mich Vodafone in Frage, da ich dort bereits früher Kunde war und eigentlich keine negativen Erfahrungen gemacht habe. Allerdings ist Vodafone preislich schon immer eher im oberen Segment angesiedelt gewesen und die Tarifstruktur ist dort extrem starr. Dafür profitiert man von einer eindeutig besseren Netzversorgung und -qualität, was für mich als exzessiven Smartphone-Nutzer natürlich besonders wichtig ist.

Also stellen wir mal einen Vergleich zwischen dem Ist-Zustand und den beiden Wettbewerbern an.

E-Plus BASE Vodafone
Tarif Time & More 150 Web Edition Mein BASE SuperFlat Internet Mobil
Optionen Handy Internet Flat SMS Allnet Flat, Allnet Flat 50, Internet Handy Flat MinutenOption 60
Leistung
Telefonie 150 All-In-Einheiten (Telefonie sowie SMS) 30 Min. zu BASE, 50 Min. in andere Netze Flat ins VF-Netz, 60 Min. in andere Netze
SMS 150 All-In-Einheiten (Telefonie sowie SMS) Flat in alle Netze 100 SMS in alle Netze (Online-Vorteil)
Internet Flat Flat Flat
Preis
Tarif 20,00 EUR 0,00 EUR 34,95 EUR
Optionen 10,00 EUR 25,00 EUR 5,00 EUR
Insgesamt 20,00 EUR 25,00 EUR 39,95 EUR

Die Preise verstehen sich logischerweise monatlich und für SIM-Only-Tarife. Etwaige Anschlusspreise sowie Bandbreitenbegrenzungen ab gewissen Volumina habe ich außen vor gelassen, da ich diese Grenzen in der Regel nicht erreiche. Bei Vodafone wären aufgrund der sehr breiten Produktpalette dieses Anbieters auch noch andere Kombinationen möglich gewesen, ich habe mich aber für die in der Tabelle aufgeführte Variante entschieden. Vom Ist-Zustaund bei E-Plus abgesehen entsprechen die Kombinationen meinem Nutzungsverhalten bzw. mein Nutzungsverhalten lässt sich auf das jeweilige Paket anpassen, sie stellen also beide einen gangbaren Weg dar.

Im Vergleich zeigt sich also, dass der aktuelle Tarif zwar die günstigste Variante ist, aber auch die geringste Inklusivleistung bietet. Da diese für das Nutzungsverhalten nicht ausreichend ist, entstehen regelmäßig Mehrkosten, wodurch ja auch der Wunsch nach einer Veränderung entstanden ist.

Wenn man nur nach dem Preis entscheiden wollte, würde die Wahl klar auf BASE fallen, da die Inklusivleistung (von den zehn Minuten Telefonie in andere Netze weniger mal abgesehen) bei niedrigerem Preis größer ist. Würde man nur nach Netzversorgung, -qualität und -geschwindigkeit entscheiden, wäre Vodafone die bessere Alternative, da ich dort nie fehlenden Empfang oder überlastete UMTS-Zellen zu beklagen hatte, was bei E-Plus respektive BASE leider gelegentlich der Fall ist. Zudem ist in der Flatrate für das mobile Internet bei Vodafone auch gleich eine Tarifoption zur Nutzung von Blackberry-Endgeräten enthalten.

Zur Übersicht eine Zusammenfassung der Argumente:

E-Plus BASE Vodafone
Pro Preis Preis, sehr gute Inklusivleistung, sehr flexibel Gute Inklusivleistung, Netzqualität
Contra Inklusivleistung, unflexibel, Netzqualität Netzqualität Preis, sehr unflexibel

Auch nach diesem Vergleich müsste BASE eigentlich als klarer Sieger hervorgehen, denn dieser Anbieter hat die meisten Pros bei den wenigstens Contras. Mein Problem bei der Entscheidungsfindung liegt nun in der Gewichtung der einzelnen Argumente. Zu diesem Zweck habe ich mir ein einfaches Punktesystem ausgedacht.

Kategorie Punkte +/-
Preis 10
Inklusivleistung 20 5
Flexibilität 30 5
Netzqualität 50

Die Kategorien „Inklusivleistung” und „Flexibilität” können fallweise noch um fünf Punkte auf- oder abgewertet werden. BASE halte ich z. B. für sehr flexibel, der Anbieter erhält in dieser Kategorie also 35 Punkte. Unter „Netzqualität” fasse ich sowohl die Abdeckung als auch die durchschnittliche Ausbaustufe, ergo die Geschwindigkeit, und eben bestimmte Qualitätsmerkmale wie Auslastung und Gesprächsqualität zusammen. Vergleicht man die Anbieter auf diese Weise miteinander, erlebt man eine kleine Überraschung.

E-Plus BASE Vodafone
Preis +10 +10 -10
Inklusivleistung -20 +25 +20
Flexibilität -30 +35 -35
Netzqualität -50 -50 +50
Summe -90 +20 +25

Plötzlich ist durch die doch deutlich höhere Gewichtung der Netzqualität Vodafone der Favorit. Allerdings nur mit einem Vorsprung von fünf Punkten. Da die Netzqualität für mich am Ende doch das ausschlaggebende Kriterium ist, ich meine Rufnummer aber keinesfalls verlieren möchte, sollte ich also einen Anbieterwechsel zu Vodafone anstreben. Sehr schön kommt auch die Unzufriedenheit mit dem aktuellen Tarif zur Geltung.

Unter dem Gesichtspunkt, dass BASE vor kurzem auf Twitter verkündet hat, dass man den UMTS-Netzausbau forcieren möchte und so ein Anbieterwechsel sowieso erst zum Ende der Laufzeit möglich ist, kann ich die Entwicklung im Netz von E-Plus noch gut sechs Monate beobachten und dann eine endgültige Entscheidung treffen. Im Moment würde meine Wahl aber auf Vodafone fallen.

Die beiden anderen Netzanbieter, T-Mobile und O2, sind für mich überings nicht interessant und haben daher hier auch keine Beachtung gefunden. In der Tariflandschaft von T-Mobile finde ich für mich überhaupt keinen zufriedenstellenden Kompromiss und mit O2 habe ich noch gar keine Erfahrungen gemacht, allerdings von Freunden und Bekannten bisher nur schlechte Meinungen gehört. So ein Überraschungsei kommt auf keinen Fall in Frage.

Die Telekom und ich

Samstag, 21. August 2010 von Fabian Zille

Ich bin mittlerweile seit sechs Jahren Kunde bei der Telekom und auch wenn man an vielen Stellen viel schlechtes über den Ex-Monopolisten liest und hört, zähle ich mich zu der Personengruppe, die wirklich zufrieden mit diesem Anbieter ist. Eine stabile und schnelle Internetverbindung zu einem moderaten Preis. Das dachte ich jedenfalls, bis vor ca. sechs Monaten. Denn plötzlich trennte mein Router immerwieder die Verbindung. Besonders häufig bei Downloads aber gelegentlich auch beim ganz schnöden Besuch einer Webseite.

Glücklicherweise bietet die Webseite der Telekom die Möglichkeit, Störungen online zu melden. Es wird dann sofort eine erste Überprüfung der Leitung durchgeführt um die mögliche Fehlerursache einzugrenzen. Diese Prüfung ergab einen schwerwiegenden Fehler, der sogar die Telefonie am betroffenen Anschluss einschränken könnte. Nachdem ich die Störung daraufhin abends gegen 22:00 Uhr meldete, erhielt ich bereits am nächsten Tag gegen 18:00 Uhr einen Rückruf des Technischen Service der Telekom, der mich darüber informierte, dass zur Behebung der Störung ein Termin mit einem Techniker vereinbart werden müsse.

Diesen Termin nahm ich einige Tage später wahr. Nach eingehender Prüfung meines Anschlusses und der Hausverkabelung stand jedenfalls schonmal fest, dass der Fehler im Netz der Telekom liegen musste. Als nächtes machte sich der Techniker auf den Weg in die Vermittlungsstelle um meinen Anschluss über einen anderen Kabelweg zu schalten. Nach weiteren 30 Minuten des Ausprobierens standen wir dann vor der Erkenntnis, dass auch ein anderer Kabelweg keine Besserung an den Leitungswerten brachte. Sowohl die Dämpfung als auch der SNR-Margin waren „unter aller Sau”. Da vom Hausanschluss bis zu meinem Modem eine stabile Synchronisation mit 20 MBit/s möglich und auch in der Vermittlungsstelle kein Fehler festzustellen war, musste der Fehler also in den Kabeln zwischen Vermittlungsstelle und dem Hausanschluss, der berüchtigten „letzten Meile”, liegen. An dieser Stelle enden auch die Möglichkeiten eines Außendiensttechnikers der Telekom. Er meldete den Sachverhalt als „Kabelstörung”.

SNR-Margin, gemessen mit einer FRITZ!Box

Der SNR-Margin meines Anschlusses, gemessen mit einer FRITZ!Box. Der Wert bei 15 Uhr (3 dB) ist im Vergleich als kritisch zu sehen.

Um den Anschluss überhaupt benutzbar zu machen, einigte ich mich mit der Telekom auf eine vorübergehende Drosselung von den eigentlich gebuchten 6 auf 3 MBit/s. Die gerade geschilderten Ereignisse trugen sich im Januar zu. Da ich nicht wusste, wie lange die Behebung einer Kabelstörung dauert und beruflich in der nächsten Zeit stark eingebunden war, arrangierte ich mich die nächsten Monate mit der gedrosselten Geschwindigkeit. Immerhin hatte ich eine stabile Verbindung.

Da ich im Juni bzw. Juli Urlaub hatte, erinnerte ich mich wieder an den ganzen Vorgang und ärgerte mich sowohl über meine eigene Schusseligkeit (einer bestehenden Störung fast ein halbes Jahr nicht nachzugehen ist eigentlich nicht meine Art) als auch über die fehlende Rückmeldung der Telekom. Das Störungsticket beim Technischen Service war natürlich längst geschlossen worden. Also eröffnete ich ein neues und beschrieb den bisherigen Vorgang in aller Ausführlichkeit. Wiederum erhielt ich am nächsten Tag einen Anruf eines Technikers, der gerade in der Vermittlungsstelle mit der erneuten Umschaltung meines Anschlusses beschäftigt war. Erwartungsgemäß kam er zum gleichen Ergebnis wie alle Techniker zuvor. Im Gespräch erfuhr ich aber nebenbei, dass die im Januar gemeldete Kabelstörung bereits nach zwei Wochen als erledigt gemeldet wurde. Am Problem selber hatte sich aber nichts geändert.

Nach ca. 20 Minuten zugegeben interessantem Gesprächs einigten wir uns darauf, erneut einen Außendienstmitarbeiter auf die Störung anzusetzen. Dieser meldete sich dann auch am ersten Urlaubstag um 08:30 Uhr (sic!) und verkündete im Gegensatz zu allen seinen bisherigen Kollegen, dass die Werte auf meiner Leitung so schlecht seien, dass sich kaum eine Verbesserung erreichen ließe. Dieser Aussage wollte ich nicht so ganz Glauben schenken, schließlich hatte der Anschluss nun fast zwei Jahre lang problemlos mit 6 Mbit/s funktioniert. Eine Idee hatte der Techniker aber noch und machte sich erneut auf den Weg in die Vermittlungsstelle.

Ungefähr eine halbe Stunde später synchronisierte mein Modem mit den gewünschten 6 MBit/s. Sofort vermeldete der Techniker per Telefon stolz, dass die Werte jetzt sogar gut genug für 16 MBit/s wären. Ohne mir über die doch sehr widersprüchlichen Aussagen der einzelnen Techniker weiter Gedanken zu machen, bedankte ich mich artig und nutze seitdem meinen Anschluss wieder mit der vollen gebuchten Bandbreite. Eine Umschaltung auf 16 Mbit/s oder sogar noch höhere Geschwindigkeiten (VDSL mit 25 Mbit/s ist lt. der Telekom-Webseite ebenfalls verfügbar) spare ich mir angesichts dieser Geschichte aber lieber.

Ganz beendet ist die Sache aber noch nicht. Einige Tage nach der Wiederherstellung der vollen Geschwindigkeit am DSL-Anschluss fiel mir auf, dass nun weder ein- noch ausgehende Telefonie möglich war. Eingehende Anrufe gingen zwar durch (der Anrufer hörte ein Freizeichen), das Telefon klingelte aber nicht. Abgehend war nichtmal das Freizeichen zu hören. Da ich meinen Festnetzanschluss eher selten für Telefonie nutze und, ehrlich gesagt, auch nicht wirklich große Lust hatte, mich erneut mit Technikern der Telekom auseinanderzusetzen, kümmerte ich mich auch um diese Teilstörung einige Tage nicht.

Heute meldete ich dann erneut über das Webinterface der Telekom eine Störung. Nun folgt ein Beispiel dafür, wie beweglich auch rosafarbene Riesen sein können. Die um 14:07 Uhr gemeldete Störung befand sich bereits um 14:15 Uhr „in Bearbeitung”. Lt. dem Störungsstatus war dann ab 14:47 Uhr ein Außendienstmitarbeiter zur Behebung im Einsatz. Bereits um 15:20 Uhr klingelte dann das Telefon und der gute Mann meldete Vollzug. Seine Aussage, auf die kurze Bearbeitungsdauer hin angesprochen, war nur ein „Telekom, wir machen das!”, gefolgt von einem herzlichen Lachen.

Ein großes Kompliment für solch eine flotte Bearbeitung an einem Samstag. Auch waren alle Mitarbeiter, mit denen ich während dieses „Störungsmarathons” zu tun hatte, durchweg freundlich und immer für einen anregenden Tech Talk zu haben. Trotzdem hoffe ich, dass das vorerst die letzte Begegnung mit dem Technischen Service der Telekom war.

Warum eigentlich kein Linux?

Dienstag, 17. August 2010 von Fabian Zille

Grundsätzlich bin ich ja sehr experimentierfreudig und immer an neuen Dingen und Entwicklungen interessiert, besonders wenn es um Technik geht. So ist es wahrscheinlich gut nachvollziehbar, dass ich auch schon den ein oder anderen Ausflug in die Linux-Welt gemacht habe. Auch wenn bei der Lektüre dieses Blogs vielleicht Eindruck entstehen mag, dass ich ein fanatischer Microsoft-Anhänger bin.

Grundsätzlich liegen die Wurzeln meines digitalen Lebens schon bei den Betriebssystemen aus Redmond, schließlich nutze ich diese seit Windows 3.11. Aber schon zu diesen Zeiten kompilierte ich auch meinen ersten eigenen Kernel. Abgeneigt war ich diesen Betriebssystemen also nie.

Aber eine entscheidene Kleinigkeit bringt mich dann doch immerwieder zu dem Entschluss, meine Systeme mit Windows zu betreiben. Verbrachte ich schon früher Stunden und Tage damit, geeignete Treiber für meine Desktop-PCs zu suchen und zu installieren oder die gewünschte Software mit Tricks und Herumeditieren an Konfigurationsdateien ans Laufen zu kriegen, so machte ich in der letzten Woche eine ähnliche Erfahrung mit meinem Netbook.

Bei diesem handelt es sich um ein Acer Aspire One 751h, das trotz der eher geringen Rechenpower hier voll und ganz seinen Zweck erfüllt. Das nicht zuletzt wegen der lüfterlosen Kühlung und der absolut respektablen Akkulaufzeit. Leider verwendet es den Intel Chipsatz GMA 500, der für Linux-Anwender scheinbar soetwas wie ein rotes Tuch zu sein scheint.

Nach der Installation von Ubuntu 10.04 LTS gefiel mir zuerst das auf Anhieb funktionierende WLAN und das doch mittlerweile sehr ansprechende Design von Gnome. Mein letzter Ausflug zu einer Linux-Distribution war eben doch schon eine Weile her. Dumm nur, dass um’s Verrecken keine Treiber für den Chipsatz des Systems aufzutreiben waren. Im Internet finden sich zwar mehr oder weniger viele Quellen, leider quittieren diese eine Anfrage alle mit einem ernüchterndem 404er. Das Resultat sind eine unbefriedigende Grafik-Performance und fehlende Laufzeitangaben für den Akku.

Genau das ist die oben angesprochene Kleinigkeit. Wenn ich ein Betriebssystem installiere, dann erwarte ich, dass ich wenigstens die Chance habe, alle Komponenten des jeweiligen Systems ans Laufen zu kriegen. Auch wenn ich dafür experimentelle Treiber installieren oder umfangreiche Änderungen an Konfigurationsdateien vornehmen muss, habe ich damit kein Problem. Aber wenn ich nach ausführlicher Recherche zu dem Schluss komme, dass es derzeit keinen gangbaren Weg gibt, um an ein voll funktionsfähiges System zu gelangen, provoziert das bei mir genau eine Reaktion: Die umgehende Deinstallation des Betriebssystems und eine anschließende Installation einer lauffähigen Alternative.

Ich möchte nicht bezweifeln, dass Linux auf Desktop-PCs mittlerweile ein ernstzunehmender Gegner für Windows ist. Wahrscheinlich ist dies auch auf den meisten Notebooks der Fall. Aber dieser Ausflug hat mir mal wieder gezeigt, dass das quelloffene Betriebssystem noch immer nicht in allen Belangen mithalten kann. Geschuldet ist dies natürlich vorrangig den Herstellern der Hardware, die mangels entsprechender Verbreitung keinen Anreiz zur Entwicklung von Treibern für Linux sehen. Im Umkehrschluss werden die Anwender abgeschreckt, denn schließlich können sie ihre Hardware nicht wie erwartet nutzen. Das ist dann wieder der Verbreitung dieses reizvollen Betriebssystems abträglich. Ein Teufelskreis also.

Bleibt die Frage, wer diesen Kreis als erster durchbricht. Die Anwender wohl kaum, denn warum sollte jemand auf entscheidende Funktionen seiner Hardware verzichten, wenn eine Alternative zur Verfügung steht, die volle Unterstützung bietet. Wir werden also wohl warten müssen, bis bei den Herstellern ein Umdenken einsetzt. Bis dahin betreibe ich mein Netbook wieder mit Windows.