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Udo Vetter kommentiert die Operation Mikado

Ein sehr lesenswertes Interview mit Udo Vetter zur Operation „Mikado” und seinem Antrag auf gerichtliche Entscheidung in dieser Sache gibt es bei Telepolis.

Der bloggende Rechtsanwalt spricht darin einge sehr wichtige Dinge an, über die man sich auch bei jeder Abscheu gegen Kinderpornographie bewusst sein sollte:

Zitat:
Jeder der Grundrechte wegen eines erstrebten Ziels zur Disposition stellt, investiert vielleicht einen Funken Hoffnung zu viel darin, dass Behörden ihre entsprechenden Freiheiten nicht auch missbrauchen. Möglicherweise sind die Ziele dann bald nicht mehr so konsensfähig wie bei Kinderpornografie. Die Geschichte sollte hier eigentlich eine Lehre sein.

Natürlich sollte Kinderpornographie bekämpft werden. Aber auf keinen Fall so. Wenn ich eine Kreditkarte hätte, hätte ich diese bereits gekündigt, denn die ausstellende Bank hätte mein Vertrauen für immer verloren. Die sofortige Kündigung wäre mein daraus resultierendes Feedback.

Aber wenn die Aktion vor Gericht für zulässig befunden werden sollte, können wir uns schonmal an solche Aktionen gewöhnen. Diese Vorgehensweise wird dann nämlich zur Normalität werden. Dann hilft es uns auch nicht mehr, den einen oder anderen Vertrag zu kündigen. Sick

geschrieben am: Montag, 15. Januar 2007 - 22:26 | PermaLink | Tags: , ,
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